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Die 100 meistgespielten Interpreten steuerten
2007 mit nur 1353 unterschiedlichen Songs schon 51.44% aller Radioairplays bei.
Entsprechend oft wurden die sie gespielt - im Schnitt pro Interpret dieser
Kategorie 'Hotrotation' 0.9617 Songs am Tag. Bei den 35102 gespielten Songs
hielt sich auch die durchschnittliche Varianz von 0.04 in sehr engen Grenzen.
2008 sank die Anzahl an unterschiedlichen Songs auf 1148 Titel.
Der Anteil der 100 meistgespielten Interpreten stieg dagegen auf
52.00% aller Radioairplays an. Mit anderen Worten das Programm wurde eintöniger.
Auch 2008 wurden sie entsprechend oft gespielt: 1.0799 Songs am Tag.
Die Varianz bei 39524 gespielten Titeln war mit 0.03 sehr bescheiden.
2009 stieg der Anteil an unterschiedlichen Songs und am Airplay-Anteil auf die Werte von 2007
(unterschiedlichen Songs: 1338, 51.18% aller Radioairplays).
Die Varianz war mit 0.03 wie im Vorjahr gleichbleibend schlecht. Bei gegenüber 2007
gleichbleibender Anzahl an unterschiedlichen Songs wurden diesmal mehr Titel
gespielt: 40924 - besonders die Top 10 wurden öfter durchgenudelt. Robbie Williams knackte
zum ersten Mal die Marke von 1100 gespielten Songs pro Jahr. Die Wiederholungsrate für die
Kategorie 'Hotrotation' erhöht sich auf 1.1212 Songs am Tag.
Fazit
Um das wiedererkennbare Musikprogramm zu bewahren, müssen pro 'Hotrotation'-Interpret
mindestens 0,75 Songs pro Tag gespielt werden.
Meiner Meinung nach ist aber schon bei einer Wiederholgungsrate von mehr als 0,5 Songs
pro Tag der Sättigungsgrad erreicht. Ein Schnitt von 0,5 Songs pro Tag (der
Kategorie 'Hotrotation') bedeutet, dass immerhin mehr als 25% aller gespielten Songs von den 100
meistgespielten Interpreten stammen. (0,5 Titel * 365 Tage * 100 Interpreten = 18250 Songs bei ca. 70.000 - 80.000 möglichen Titeln
pro Jahr => das entspricht 26%).
Leider gibt es keine wissenschaftliche Studie über den Zusammenhang zwischen der Airplaystatistik
und dem Sättigungsempfinden. Zudem spielen hier noch die Häufigkeit der gespielten Jingles, die
Uhrzeit, welche Sympathie der Hörer für Moderator empfindet, aber auch das augenblickliche Fühlen und
Erleben des Hörers selbst eine wichtige Rolle.
Insgesamt ist anhand der Zahlen der musikredaktionelle Output noch sehr ausbaufähig.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber sie wird schon künstlich beatmet ;).
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